Der Gesetzgeber hat dies in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) festgelegt. Der Energieausweis, oder Energiepass, wie er in der Umgangssprache genannt wird, hat eine Gültigkeit von 10 Jahren und ist seit 1.1.2009 nunmehr für alle Wohnhäuser Pflicht, die neu gebaut, verkauft, vermietet oder modernisiert werden sollen.
Der Energieausweis sagt aus, wie viel Energie benötigt wird, um ein Haus zu beheizen bzw. zu kühlen. Weiterhin liefert er sinnvolle Modernisierungsvorschläge, um die Betriebskosten zu senken und die Umweltfreundlichkeit zu verbessern.
Sie sollten den Energieausweis als Chance sehen, denn damit kann der Wert der Immobilie nachhaltig gesteigert werden.
Für andere Gebrauchsgüter ist der Energieverbrauchsnachweis selbstverständlich. Würden Sie einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine kaufen, bei denen die Effizienzklasse nicht vermerkt ist? Auch Autos werden in Schadstoffklassen unterteilt. Ein Haus ist eine Anschaffung fürs Leben und auch bei einer Mietwohnung sollen die Nebenkosten überschaubar bleiben.
Als Mieter können Sie sich vom Vermieter die Energieausweise zeigen lassen und sehen somit, ob die Mietwohnung hohe oder niedrige Mietnebenkosten hat (Strom, Wasser, Heizung).
Der Pass ist ein Qualitätsmerkmal des Hauses. Durch Modernisierungen und effiziente Bauweise kann zum Einen die Umwelt geschont werden und zum Anderen die Stellung der Immobilie auf dem Markt deutlich verbessert werden.
Der verbrauchsorientierte Energieausweis listet die Nebenkosten des aktuellen Nutzers der letzten drei Jahre auf. Allerdings gibt dieser Ausweis eher Auskunft über die Heizgewohnheiten der Bewohner als über den Gebäudezustand.
Der bedarfsorientierte Energieausweis erfordert eine ausführliche Untersuchung des Hauses. Berücksichtigt werden nicht nur die realen Energiekosten der letzten Jahre, sondern insbesondere auch die Dämmung, die Fenster, Türen, Heizanlage, Keller, Dach und Fassade.
Auf Grund der gründlichen Analyse und der beinhalteten Tipps für kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen und Energieeinsparungen ist dieser Energieausweis teurer, dafür aber wesentlich aussagekräftiger.
Einen Energieausweis dürfen nur qualifizierte Experten ausstellen. Dies können Handwerker sein, die die Zusatzqualifikation „Energieberater“ erworben haben, dazu zählen aber auch Bauingenieure und Architekten.
Wichtig ist, dass Sie nach der Energiepassausstellung gründlich beraten werden. Es sind Empfehlungen, die dem Energiepass beigelegt sind. Ein Fahrplan für eine umfassende Gebäudesanierung ist der Energieausweis jedoch nicht. Dafür sollten Sie die Energieberatung in Anspruch nehmen.
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